Chronik


Protokoll vom 1. Okt. 1936
Mit Genehmigung des Amtsvorsteher und Kreiswehrführer wurde nach der     Anschaffung der Motorspritze auf Quarnbek, der Löschzug Quarnbek geteilt in zwei Löschzüge. Der Löschzug Quarnbek steht von heute ab unter der Führung von Brandmeister Karl Harder Flemhude, und der Löschzug Stampe unter Führung von Brandmeister Heinrich Osbahr Rajensdorf. Der Löschzug-Bezirk Stampe besteht aus den Ortschaften Stampe, Rajensdorf, Landwehr und Gut Dorotheental.
Auszüge aus dem Protokollbuch vom 28. Oktober 1894 sind bei dem Wehrführer einzusehen.
Wiese     Wehrführer     Quarnbek d. 1. Okt. 1936

Am 1. Oktober 1936 wurde die Freiwillige Feuerwehr Stampe gegründet, d.h. eigentlich war es vielmehr eine Teilung der bestehenden freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Quarnbek in zwei eigenständige Löschzüge, als eine Neugründung. Die beiden Löschzüge bildeten zusammen mit der Melsdorfer Wehr, die ebenfalls ein örtlicher Löschzug war, nun die einheitliche Amtsfeuerwehr Quarnbek. Die Führung des dritten Löschzuges „Stampe“ übernahm Heinrich Osbahr mit dem Bezirk Stampe, Rajensdorf, Landwehr und Gut Dorotheental.

Gerätehaus Stampe 1936 – 1956

Ein Grund dieser Teilung war unter anderen die Tatsache das die Gemeinde Quarnbek sehr langgestreckt ist. Da in dieser Zeit die Spritzenwagen noch mit Pferdebespannung gefahren wurden, war es fast unmöglich überall rechtzeitig vor Ort zu sein.Die Freiwillige Feuerwehr Stampe bestand zur Zeit der Teilung aus 21 aktiven Mitgliedern. Seit Kriegsbeginn ging, bedingt durch den Wehrdienst, die Zahl der aktiven Feuerwehrmänner jedoch entschieden zurück, so dass am  1. September 1944 erstmals 10 junge Mädchen und am 13. April 1945 vier weitere Frauen in die  Wehr aufgenommen wurden. Es ist müßig zu fragen, wie freiwillig ihr Beitritt gewesen sein mag.

Gerätehaus Stampe 1956 – 1975

Ganz offensichtlich hat die Freiwillige Feuerwehr Stampe auch in den Wirren der Nachkriegszeit schwer gelitten. Von halbwegs geregelten Verhältnissen kann wohl erst ab 1948 wieder die Rede sein. Von 1939 bis 1948 fehlen für diese Chronik alle relevanten Aufzeichnungen zu Aktivitäten der Feuerwehr und deren Stärke.
1954 hatte die Wehr ihre ursprüngliche Stärke aus dem Jahr 1936 noch nicht wieder erreicht. Bis in das Jahr 1956 traten aber 14 junge Männer der Wehr bei.

Freiwillige Feuerwehr Stampe 1956

Bis zum 50-jährigen Jubiläum im Jahr 1986 hat sich die Feuerwehr stetig weiterentwickelt. Eine altersmäßig ausgewogene Mitgliederstruktur und technische Aufrüstung ermöglichte es der Wehr stets alle Herausforderungen zu bestehen.

Aus der Festschrift zum Jubiläum:
Eine Würdigung der Freiwilligen Feuerwehr Stampe, die deren Einsatzbereitschaft in Notfällen unerwähnt läßt, kann nicht den Anspruch erheben, vollständig zu sein. Ich respektiere jedoch die Einstellung der Feuerwehrleute, von denen einer, Max Machtans, auf eine mehr als 40-jährige, zwei, Erich Wittstock und Hans-Jürgen Osbahr, auf eine mehr als 30-jährige, mehrere auf eine mehr als 20- jährige, viele auf eine mehr als 10-jährige aktive Dienstzeit zurückblicken können.
Sie wollten ihren Einsatz für die Allgemeinheit, die Erfüllung selbstauferlegter Pflichten, nicht besonders erwähnt, sondern als selbstverständlich wissen. Daß in den letzten Jahren viele sehr junge Leute den Weg zur Freiwilligen Feuerwehr Stampe gefunden haben, verheißt ihr eine gesicherte Zukunft und verleiht uns Bürgern die Gewißheit, in Notfällen stets auf verläßliche Hilfe vertrauen zu können.
gez. Wilhelm Berning

Feuerwehr Stampe 1985

Pünktlich zum 75‐jährigen Bestehen der Feuerwehr im Juli 2011 konnte die offizielle Fahrzeugübergabe des neu beschafften TSF‐W stattfinden. Von nun an hat auch das zweite Fahrzeug der FF‐Stampe einen Wassertank für den Schnellangriff an Bord.
Zwei Atemschutzgeräteträger können sich während der Fahrt zum Einsatz, in der Mannschaftskabine, ausrüsten. Neu ist auch ein Hebekissensatz zum Retten eingeklemmter Personen.
Im gleichem Zuge wurde das alte TSF-T (VW Bus T1) außer Dienst gestellt. Um auch weiterhin nicht auf den Oldtimer verzichten zu müssen, wurde die Interessengemeinschaft Bulli-Stampe gegründet. Für die Unterbringung des Oldi´s wurden auf dem Feuerwehrgelände zwei Fertiggaragen aufgestellt.

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